Unsere Geschichte
Wohnungsbau in Kiel: Eine ständige Aufgabe (50 Jahre kwg - v. 1986)
Bereits Ende 1935 erwarb die Stadt Kiel die seit 1928 bestehende und in Kiel ansässige kleine Gesellschaft für Hausbau und Hausverwaltung mbH mit damaligem Sitz in der Eichhofstraße 7/9. So kann man dieses Grundstück als Geburtsstätte der kwg bezeichnen. Mit der dann folgenden Umbenennung am 8. Mai 1936 in die Kieler Wohnungsbaugesellschaft mbH wurde so auch der Geburtstag der Firma im Handelsregister festgelegt.
Anfangs startete die kwg mit einem Stammkapital von 50.000,- Reichsmark und einem nicht erwähnenswerten Wohnungsbestand. Doch bei zu jener Zeit ca. 5.800 wohnungssuchenden Familien kaufte die Stadt Kiel schnell Grundstücke dazu und erhöhte das Stammkapital. Schon 1939 waren es 1.613 Wohnungen und obwohl dann der Zweite Weltkrieg ausbrach, schafften es die damaligen Stadtherren noch bis 1940 auf 1.890 Wohnungen und 21 gewerbliche Objekte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und rund 100 Luftangriffen war der Bestand auf 1.340 Wohn- und 13 Gewerbeeinheiten geschrumpft, viele davon mehr oder weniger stark beschädigt. Der damalige Aufsichtsrat und die Geschäftsführung wurden abberufen und Bürgermeister Andreas Gayk am 14. Juni 1946 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Eine Zeit der Schadensbewältigung begann.
Erst am 2. Januar 1948 wurde dann ein neuer Geschäftsführer bestellt: Gustav Schatz. Nach der erfolgten Währungsreform baute man mit gemeinsamen Kräften Kiel und auch die Umgebung nach und nach wieder auf. Am 1. Juli 1948 wurde zunächst der Block im Westring 308-314 wieder aufgebaut, Bürgermeister Gayk legte den Grundstein. "Kiel im Aufbau", so lautete das Motto unter der Schirmherrschaft der kwg.
Bis Ende 1952 verwaltete die kwg bereits 4.400 eigene und städtische Wohneinheiten. Am 15. Dezember 1953 zog die kwg dann in die Dänische Straße, wo sie bis zum Jahre 1987 ihr Geschäft erfolgreich fortführte. Bedingt durch den Verkauf des Gebäudes erfolgte dann im Juni 1987 der Umzug nach Mettenhof, Bergenring 2, wo sich auch heute noch die Geschäftsräume befinden.
Ein stetiger Auf- und Neubau und nicht zuletzt die Olympiade 1972 sorgten dafür, dass der Bestand der kwg bis 1987 auf 11.888 Wohn-, 746 Eigentums-, 251 Gewerbe- und 2.529 Garagen- bzw. Abstellplatzeinheiten anwuchs.
Im Jahr 1999 erfolgte die Privatisierung durch die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG.
Zum Jahreswechsel 2004/2005 erwarb The Blackstone Group die Wohnimmobilien der WCM. Die kwg ist seitdem mit mehreren Schwestergesellschaften eine Tochter der Vitus Immobilien S.a.r.l.. Die Gesellschaften treten gemeinsam im Markt als Vitus-Gruppe auf.
Im März 2007 erwarb Round Hill Capital als Corporate Manager zusammen mit einem Konsortium institutioneller Investoren die Mehrheitsanteile an der Vitus-Gruppe. Diese Beteiligung ermöglicht es der Vitus-Gruppe, in wertsteigernde Bau- und Modernisierungsprojekte zu investieren und sich dabei gleichermaßen auf die Kundenbetreuung und Bestandspflege zu konzentrieren Heute ist die kwg mit ca. 9.400 Wohn- und Gewerbeeinheiten immer noch einer der größten Wohnungsanbieter in Kiel.


